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Newsletter-Strategie: Sieben häufige Fehler und was stattdessen geht

von Franziska Bluhm am 02.03.2026

Ich lese viele Newsletter. Zur Marktbeobachtung, für Kunden, für meine eigene Weiterbildung. Und weil ich das seit Jahren tue, kann ich ziemlich schnell sehen, wo es hakt. Nicht um zu urteilen – sondern weil dieselben Fehler immer wieder auftauchen. Und weil sie sich alle ganz leicht beheben lassen.

1. Das immer gleiche Intro

Seit Monaten dieselbe Begrüßung, derselbe erste Satz, derselbe Aufbau. Was wie Konsistenz aussieht, ist oft ein Zeichen dafür: Niemand hat wirklich Verantwortung für diesen Newsletter übernommen. Er wird befüllt und verschickt – aber nicht weiterentwickelt.

Was hilft: Eine klare Zuständigkeit. Eine Person, der der Newsletter wirklich gehört und ihn entwickelt.

2. Keine Strategie – oder eine, die niemand mehr kennt

Der Gastronewsletter, der die neue Currywurstbude als Aufmacher bringt. Der B2B-Newsletter, der plötzlich über ein Firmenausflug berichtet. Wenn Inhalte und Zielgruppe nicht zusammenpassen, fehlt meistens nicht der gute Wille – sondern eine aktuelle Strategie. Oder jemand, der sie kennt.

Was hilft: Einmal im Jahr die strategischen Grundfragen stellen: Für wen schreiben wir? Was wollen die wissen? Was wollen wir erreichen? Und wie haben wir das im vergangenen Jahr erreicht?

3. Hierarchie first

Ein Newsletter, dessen Mehrwert sich nicht erschließt – außer dass er zeigt, wer ihn unterschreibt. Häufiges Beispiel sind hier die sogenannten Chefredakteursnewsletter. Und dann fehlt es doch am Standpunkt, an der Meinung  oder keine Persönlichkeit. 

Was hilft: Eine klare Antwort auf die Frage: Was würden die Lesenden verlieren, wenn dieser Newsletter nicht mehr erschiene? Und was könnten sie gewinnen, wenn der Newsletter echte Ziele verfolgen würde?

4. Community als Kulisse

Täglich ein Quiz, täglich die Bitte um Zuschriften. Klingt nach Nähe. Ist es aber nicht – jedenfalls nicht, wenn die Reaktionen im Nichts verschwinden. Interaktion einzuladen und dann nichts damit zu machen ist schlimmer als gar nicht erst zu fragen.

Was hilft: Nur Formate einsetzen, die man auch zu Ende denken kann. Community ist eine Haltung, kein Feature.

5. Basics, die niemand geprüft hat

Nichtssagender Absendername. Betreffzeile, die „aktuell" verspricht und veraltet wirkt. Leerer Preheader. Diese Fehler passieren nicht aus Gleichgültigkeit – sondern weil niemand den Newsletter aus der Perspektive der Lesenden betrachtet hat.

Was hilft: Einmal selbst abonnieren. Einmal mit fremden Augen schauen, was im Postfach ankommt.

6. Zu viel auf einmal

Zehn Themen, fünfzehn Links, vier Veranstaltungshinweise. Alles wichtig, alles gut gemeint – und trotzdem verliert man die Lesenden unterwegs. Nicht weil der Inhalt schlecht ist, sondern weil zu viel Herz auch eine redaktionelle Frage ist.

Was hilft: Weniger ist mehr. Lieber ein Thema wirklich durchdenken als viele Themen anreißen. Oder drüber nachdenken, aus einem monatlichen, viel zu vollen Newsletter einen zu machen, der vielleicht alle zwei Wochen erscheint.

7. Das unzuverlässige Versprechen

Der Newsletter, der ankündigt, jeden Freitagmorgen zu erscheinen – und dann mal Nachmittag kommt, mal erst am Samstag, manchmal auch gar nicht. Klingt nach Kleinigkeit. Ist es aber nicht. Wer ein Versprechen macht und es nicht hält, verliert Vertrauen. Und Vertrauen ist das, was wir nicht verspielen sollten.

Was hilft: Nur versprechen, was man halten kann. Lieber „alle zwei Wochen" als „jeden Donnerstagmorgen" – wenn das eben nicht realistisch ist.

Unterstützung?

Wir können gerne gemeinsam Ihre Newsletterstrategie erörten – mit einem Blick von außen, einer Strategie, die zu deiner Organisation passt, und konkreten Lösungen.

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Über die Autorin

Franziska Bluhm

Franziska Bluhm

Telefon: 0170 – 300 3671

E-Mail: post@franziskabluhm.de

Franziska Bluhm gehört zu den renommiertesten Medien- und Digitalprofis in Deutschland, mit mehr als 18 Jahren Führungserfahrung in unterschiedlichen deutschen Medienunternehmen - über Handelsblatt und WirtschaftsWoche, Rheinische Post und BILD. Sie unterstützt und begleitet Unternehmen und Redaktionen, gibt Trainings und Coachings, moderiert und hält Vorträge.

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